Wie Selbständige und Unternehmer Steuern sparen können

Für viele Selbständige und Unternehmer ein bekanntes Szenario: Deutlich höher ausfallende Gewinne als erwartet und somit drohen hohe Steuernachzahlungen. Zum Glück gibt es einige legale Möglichkeiten und Tricks mit denen durchaus Steuern gespart werden können. In den folgenden Zeilen finden Sie erprobte Strategien, wie Sie möglichst stressfrei Steuern sparen können.

Saubere Buchhaltung spart nicht nur Zeit bei der Steuererklärung

Wer kennt das nicht – Sie haben sich vorgenommen ihre Belege der Einnahmen und Ausgaben gleich von Anfang an übersichtlich zu organisieren. Trotz diesem guten Vorsatz landet das Ganze dann wieder auf einem Stapel oder in einem Schuhkarton. Oft wird die Menge der Quittungen und Belege unterschätzt – und kurz vor der Steuererklärung kommt es dann zum Chaos. Eine wichtige Rechnung wird nicht gefunden und der Betrag kann am Ende nicht abgesetzt werden.
Hier ist Ordnung angesagt. Organisieren Sie akribisch Ihre Rechnungen und Belege. Leichter geht es mit einem elektronischen Belegmanager, der in vielen Steuersoftware-Programmen, zum Beispiel von der Firma Lexware, enthalten ist. Für die Steuererklärung ist Ordnung unentbehrlich – besonders aus dem Aspekt heraus Steuern zu sparen!

Eine gewinnneutrale Rücklage bilden

Wenn z.B. ein Firmenwagen aus dem Anlagevermögen ausscheidet und von der Versicherung dafür eine Entschädigung gezahlt wird, muss dieser Gewinn nicht zwangsläufig versteuert werden. Um ein Ersatzfahrzeug anzuschaffen, darf nämlich eine gewinnneutrale Rücklage gebildet werden. Dies ist allerdings nur bei nicht selbstverschuldeten Fällen möglich, wie Brand, Diebstahl oder ähnlichem. Des Weiteren muss der Ersatz innerhalb einer gewissen zeitlichen Frist angeschafft werden. Bei beweglichen Gütern ist diese Frist momentan bis zum Ende des folgenden Jahres, bei Immobilien werden bis zu vier Jahre angesetzt – welche aber unter Umständen um zwei Jahre verlängert werden können.

Riester-Zulage für Selbständige

Ein Selbständiger hat in der Regel keinen Anspruch auf eine Riester-Zulage, da er von der Rentenversicherungspflicht befreit ist. Wenn jedoch der Selbständige bzw. der Unternehmer mit einem rentenversicherungspflichtigen Partner verheiratet ist oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, hat er auch Anspruch auf eine Riester-Zulage von 154 € monatlich. Für jedes Kind stehen ihm 185 € zu, für jedes nach 2008 geborene Kind 300 €. Selbstverständlich gilt dies nur, wenn der rentenversicherungspflichtige Partner einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat.

Ist-Versteuerung anstatt Soll-Versteuerung

Durch diese Methode ist zwar kein Geld zu sparen, jedoch kann hier Zeit gewonnen werden. Bei einer Ist-Versteuerung wird der Steuerbetrag an das Finanzamt erst fällig, wenn der Kunde die Rechnung bezahlt hat. Bei der Soll-Versteuerung verhält es sich folgendermaßen: Bezahlt der Kunde mit Verzögerung, muss die Steuer vom Unternehmer abgeführt werden, obwohl für seine Leistungen noch kein Geld bezahlt wurde. Um die Ist-Versteuerung in Anspruch zu nehmen, muss dies beim Finanzamt beantrag werden. Voraussetzung ist, dass der Vorjahresumsatz nicht über 500.000 € beträgt. Als Freiberufler ist es nicht notwendig, die Ist-Versteuerung zu beantragen, da Ihnen diese automatisch zu steht.

 

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