Was tun, wenn die Stadt der Täter ist?

Die Stadt München verursacht unter der Verwaltung von Dieter Reiter (SPD) die größte Zerstörung des Isar Flaucher Bereichs, die seit über 30 Jahren beobachtet wurde.
Viele Wähler der Region fragen sich, was hat das mit Sozialpolitik zu tun?

Seit letztem Jahr beobachtet man im Flaucher Park angebliche Pflegemaßnahmen, die kein Ende mehr finden. Von den ehemaligen Isarauen bleibt nur der Name, da die Pflanzen bereits unwiderruflich zerstört wurden und bisher schauten alle nur zu. Doch zunehmend melden sich aufgebrachte Bürger gegen die ausartenden Veränderungen und fordern sogar, die Leitung des Baureferats samt Stadträtin Rosemarie Hingerl abzusetzen.

Müll, Partys und Abholzungen ohne Ende …

Trotz aller Bemühungen von Paul Riedel in seiner Aktion Pro Isar, Mitteilungen an die Presse und einem ergebnislosen Rundentisch mit dem Baureferat in letzten Dezember muss leider festgestellt werden, dass für die Bürger und die Umwelt bisher kein befriedigendes Ergebnis im Flauchergebiet erreicht wurde.

Seit Dezember sind im Flaucher Park (sowohl im Bereich Sendling, als auch im Bereich Untergiesing) mehrere unergründbare Pflegearbeiten die sowohl unnötig sind als auch als Zerstörung gelten beobachtet worden. Diese werden sogar vom Bund Naturschutz als zu intensiv bezeichnet. Die Menge an Fauna und Flora Zerstörungen sind kaum zu übersehen. Schätzungsweise wurden bis zu 100 gesunde Bäume mit Durchmessern bis zu 50 cm in diesem Gebiet abgeholzt.

Wenn dieses Abholzen nicht aufgehalten wird, wird die Stadt München in absehbarer Zeit hier kaum noch einen Park haben.

Derzeit baut das Baureferat an den Parkwegen. Dort soll luftdurchlässiger Mineralbeton aufgebracht werden.

Baumwurzeln, Sträucher und sogar einige Baum Äste gehen bei diese Baumaßnahmen sichtbar kaputt, und es ist keine Umwelt Aufsicht da. Der einzigartige Flair des Parks mit vielen fast naturbelassenen Waldwegen ist damit unwiederbringlich zerstört. Stattdessen erhalten wir eine Vielzahl neuer Fahrrad-Rennpisten.

Aufgrund der intensiven Nutzung des Parks, hat das Baureferat neues Budget bekommen. Seit über 30 Jahren sind keine solchen Maßnahmen mehr hier gewesen. Dieses Projekt wurde ohne Vorabsprache begonnen, und da kann man die Vermutung wagen, dass eventuell das Baureferat überschüssiges Budget schnell verpulvert. Dabei wird auch Waldboden zerstört, was gegen die gesetzlichen Vorgaben ohne Zweifel verstößt, informiert Herr Riedel. Da auch Pflanzen nach dem 31. März in Mitleidenschaft gezogen werden, verstößt das Projekt auch gegen die gesetzlich vorgeschriebene Schonzeit.

Die verschiedenen Beschwerden von Bürgern, die Herr Riedel in den letzten 30 Tagen erhielt, wurden an den Bezirksausschuss weitergeleitet. Herr Baumgartner (Leiter des Bezirksausschusses 18 Giesing Harlaching) reagierte schnell und versprach, sich an der Gartenbau zu wenden. In der nächsten Sitzung des Bezirksauschuss 18 am 19. April trägt Herr Riedel die Forderungen der empörten Bürger in einem Antrag auf „Sofortiger Baustopp im Landschaftsschutzgebiet am Flaucher und eine Schonzeit von zwei Jahren“. Ähnliche Anträge der Grünen auf Reduzierung der Trampelpfade sind bereits seit einem Jahr in Verhandlungen, doch das Baureferat stellt sich stets taub, was es umso sinnvoller macht, die Leitung des Referats endlich zu wechseln.

Die im August 2015 von Bürgern angeforderte Beschilderung des Parks zwecks Verkehrsberuhigung, welche das Baureferat meinte, selbst zu übernehmen, existiert immer noch nicht.

Fahrradfahrbahnen im Park anzulegen, ohne eine Verkehrs- und Sicherheitsaufsicht zu garantieren, bezeichnet Herr Riedel und andere Bürger als fahrlässig. Spaziergänger und vor allem die zahlreichen Kinder, die hier in den Waldkindergärten sind, werden durch den ermunterten schnellen Fahrradverkehr gefährdet.

Das Verhalten des Baureferats und des Planungsreferats sind mehr als fragwürdig. Insbesondere wegen der enormen Ausgaben für eine solche sinnlose Baumaßnahme angesichts der vorhandenen Soziallage und der Kosten, die unsere Stadt sonst noch tragen muss.

Schreibe einen Kommentar