und ich dachte, Pressefreiheit gehörte noch zum Grundgesetz

Bisher glaubte ich an der Wahrheit. Ich glaubte an den guten Willen von Beamten. Sogar an der Presseneutralität glaubte ich mal. Doch meinen aktuellen Erfahrungen zeigen, dass nicht jeder gerne die Wahrheit sieht. Wenn es notwendig wird, wird sogar die Presse für die eigenen Interpretation missbraucht.

Seit Monaten werden Berichten, über die Strapazen und Exzessen an der Isar, publiziert. In dieser Zeit ist auch der Anzahl der Meldungen über Gesetzübertretungen gestiegen. Die Polizei verabschiedete sich von dieser Angelegenheit, mit den Nerven sichtbar und nachvollziehbar am Ende. Am 31.07.2015 beantwortete mit Herrn Sven Müller von der Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei dies per E-Mail mit. Dafür sollte dann das Rathaus und KVR der Aufsicht übernehmen.

Die Polizei leistete eine gute Arbeit, doch wenn die Gesellschaft an Erziehung mangelt, ist dies noch keine Gesetzwidrigkeit.

Lärm, Gestank und Scherben sind das neue Landschaftsbild von München.

Leider der Aufsicht von der Stadt und KVR wurde bisher nicht geleistet. Das Baureferat scheint mit dem Besucherandrang, extrem überfordert zu sein.

Wie man in mehrere Fernseh-Sendungen, private Videos und sonstige Medien nachlesen kann, sind die Anwohner mit der Situation ebenfalls überfordert und so kommen wir zu ständige Eskalationen.

Mein Blog hat naturgemäß die Aufgabe der lokalen Berichterstattung übernommen, da ich in der Mitte des Parks wohne.

So kommen Anwohner mit allen möglichen Problemen zu mir und bitten um Hilfe.

So kam es da Frau M. F.T. und Herrn G mich darum baten, über eine Party zu berichten. In dieser Party mit mehr als Hundert Gäste wurde bis am nächsten Tag um 5 : 00 gefeiert. Das KVR schlief in anderen Stadtteil und die Polizei flüchtete von der Aufgabe. So blieb mir die Aufgabe der Berichterstattung am nächsten Tag.

Aus dem Bericht verfasste ich ebenfalls eine Meldung an das Baureferat, wie es eigentlich sein sollte. Solche Meldungen sind von mir auch mit Fotos (ohne Gesichter) dokumentiert und belegt.

Zu meiner Überraschung jedoch bekam ich von Frau Dr. Maria Dobner vom Baureferat eine Rüge anstatt eines Dankes.

Frau Dr. Dobner schien das Leiden der Anwohner weniger anzuliegen, aber mehr meine Pressefreiheit einschränken zu wollen.

Kein Wort der Unterstützung oder gar Rücksicht mit den Bürger, sondern nur ihr Meinung sollte zählen. So benutzte sie den Satz Die überwiegende Mehrheit der Besucherinnen und Besucher verhält sich ausgesprochen vorbildlich. Leider gibt es auch immer wieder unvernünftige Menschen, deren Verhalten zu beanstanden ist. Ich zitiere hier aus ihr E-Mail vom 07.08.2015.

Zu meiner Überraschung lese ich am 08.08.2015 in der Abendzeitung: Die meisten Münchnerinnen und Münchner gehen respektvoll mit ihrem Flaucher um.

Die Tatsache, dass bisher nur der Abendzeitung sich von diese unschöne Seite der Realität ferngehalten hat ist für mich sehr enttäuschend wie auch betrüblich.

Dabei wurde mir klar, dass beide aus der gleichen Quelle für die Texte sich bedienen. Doch diese Quelle liegt von der Realität etwas fern.

In einen weiteren Satz erklärte die Dame, dass Ordnungswidrigkeiten nachzuweisen sind, aber wenn das Fotografieren als unzulässig erklärt wird, bleibt nur die Möglichkeit des Zeichnens oder Malens. Als ich meine Künstlerausbildung belegte, dachte ich niemals an diese Entwicklung. Ich muss klären, ob Aquarelle oder Kreide zulässig sind.

Wie ich in meine Antwort an Frau Dr. Dobner mitteilte, sehe ich als meine Aufgabe die Bürger korrekt zu informieren. Egal, ob diese das Veröffentlichen ihr Mail erlauben oder nicht.

Ich sehe, dass das Baureferat kommt hier leider an Grenzen, wo die Wahrheit nicht mehr schön ist und so wollen einige dort, wie Frau Dr., auch die negative Presse einschränken.

Die Anwohner, Polizei und einige Besucher wollen diese Exzesse nicht mehr sehen und dies verschandelt das Ansehen der Stadt München.

Wurden Sie mir dies zustimmen?

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