Umgang von Religionen mit Tieren

In einer pluralistischen Gesellschaft werden sich Traditionen, egal ob lokale oder eingeführte, in der Gesellschaftsentwicklung auflösen müssen. Sei es die Katalonische Sprache in Spanien, die Bairischen Dialekte in Bayern oder gar Schlachtungsmethoden aus der Antike wie Halal oder Koscher, nichts kann der Zeit widerstehen.

Darum gehe ich in diesen Vortrag über die Berechtigung mancher Traditionen hinaus und stelle die Frage:

„Wie lange muss das noch sein?“

Als ich die Redaktion für diesen Vortrag anfing, war ich erst auf der Suche nach den richtigen Anfang.

Wo fängt man eine Erzählung an, wenn man über ein Schreckensszenario berichten will, und wünscht man sich nicht, dass das Publikum noch bis zum Ende des Vortrags im Raum ist, und sich nicht vor Entsetzen übergibt?

Ich untersuchte die Beziehung von Menschen zu Tieren, angefangen bei der Perspektive von Geistlichen in verschiedenen Kulturen zu dieser Symbiose. Auch meine Erfahrung aus Brasilien, wo ich erlebte, wie die Kultur aus dem Norden Brasiliens in Richtung Süden in einer Völkerwanderung ähnlichen Bewegung in den 70er Jahren verlief, brachte mir eine Vision für die kulturellen Konflikte und das Aussterben von Traditionen.

Das Verhältnis zu Tieren, Schlachtungsmethoden und Religion der beiden brasilianischen Völker (im selben Land und Sprache) waren dort damals auch ein Problem.

Bedenken wir, dass Geistliche jeglicher Glaubensrichtung in allen unserer Überlieferungen mit der Opferung von Tieren und mit Deutungen und Ratschlägen für die Zukunft betraut wurden. Deutungen, welche die Bevölkerungsevolution in den letzten 12.000 Jahren begleiteten, obwohl es fraglich ist, ob diese Ratschläge je einen positiven Anstoß zur Evolution der Gesellschaft lieferten. Insbesondere muss man hier erwähnen, dass durch die mächtige Position von Geistlichen in der Gesellschaft, man deren Bildung selten in Frage stellt.

Historisch betrachtet ist der mit diesen Geistlichen verbundene Aberglaube das Steuermittel, um die Gesellschaft zur Gehorsamkeit zu zwingen. Alles, was man nicht erklären konnte, oder wo das Wissen nicht mehr reichte, wurde dann mit einem Aberglauben beantwortet und so jegliche Diskussion über andere Sichtweisen beendet.

Drohungen von einer Ewigkeit in der Hölle oder gar Horrorszenarien, wo 72 Jungfrauen einen Homosexuellen mit unerfüllbaren Verlangen terrorisieren, sind einige der kaum nachvollziehbaren Idealisierungen der Ewigkeit, die uns Geistliche anpreisen.

In der früheren Antike im alten Ägypten erzählten uns die Propheten, dass Katzen Götter wären. Katzen waren flink und tauchten überall auf. Bedenken wir, dass der Mensch damals auch wesentlich naiver als gegenwärtig war. Doch der Mensch entwickelte sich und so sind Katzen später durch Hunde ersetzt worden und dann lebte die Göttin Bastet neben höheren neuen „Hunde“-Göttern. Hier beobachten wir, dass die geistige Angst vor einer oberen Macht durch eine obere Macht mit mehr Kraft ersetzt wurde.

Schakale sind stärker als Hunde, so sind die Hunde auch durch die neue Version der Götter ersetzt worden. So sind wir in der Geschichte durch verschiedene Formen von Göttern gewandert. Von Tieren, Hybriden dann Menschen, bis zum aktuellen alten Mann mit langem Bart sind wir gekommen.

Die zarteren Kulturen, wo Frauen Göttinnen waren (sowohl in Afrika, als auch in Europa), wurden durch die Macht des Krieges zum Schweigen gebracht. Das geschah auch in der späteren Geschichte beim Kampf um Troja, wo die mächtigen Kämpfer der Spartaner die akademischen Trojaner bezwangen.

Falls Sie sich fragen, warum diese Einleitung in einem Vortrag über Religionen und Tiere vorkommt, bedenken Sie, dass einer der ersten Glauben der Menschen darin lag, dass durch das Töten der Geist und die Kraft der erlegten Tiere oder Gegner, auf deren Mörder übertragen wird.

Blut und Seele

Das Schlachten war und ist immer noch als Status Symbol in manchen Kulturen geprägt. Im Übrigen ist unsere Grillkultur auch ein Ableger davon. Nächstes Mal, wenn Sie zum Grillen gehen, sollten Sie dies beherzigen.

Angesichts der Evolution sind wir heute mit einer Mischung aus Geschichte, Tradition und Trennungsschmerzen, die eine Gesellschaft erleidet, konfrontiert. Eine Evolution, die sogar der gesamten Vergangenheit widersprechen kann und ein Volk in eine unbekannte Zukunft führt. Die Angst des Ungewissen ist Teil unserer Natur.

Eine der ältesten Theorien der Geistlichen war die Vier-Körpersäfte oder auch Humoralpathologie genannt. Einer dieser Säfte ist das Blut.

Das Verhältnis des Menschen zu allem, was er nicht kennt, ist zuerst die Angst. So haben Männer das Blut der Menstruation als ein Zeichen für die Verunreinigung der Frau verstanden und sich davon fern gehalten. In vielen Kulturen wurde dann die menstruierende Frau als Unrein bezeichnet. Blut stand auch immer in Verbindung mit dem Tod.

Die brasilianischen Ureinwohner denken sogar, dass der Geschlechtsverkehr mit Frauen für Männer gefährlich sei. Darum leben dort in solchen Urdörfern Männer und Frauen in getrennten Hütten.

Viele Zauberformeln aus dem Mittelalter und aus der Antike in alten von Christen und Juden besetzten Orten setzten solches Blut als Zauberzutaten ein.

Fassen wir hier zusammen, es gab ein etwas naives Verhältnis zwischen Blut und dem ungebildeten Mann. Wir sollten hier auch berücksichtigen, dass Blut auch bei der Geburt vorhanden war. Bedenken wir, dass Männer nicht bei der Geburt von Kindern anwesend waren, so bleibt der Kontakt von diesen Urmännern zum Blut eingeschränkt auf Schlachtungen, Opferungen und Kriegshandlungen.

In den Nahost Religionen (Christentum, Judaismus, Islam, etc.) ist so der Glauben entstanden, dass das Blut unrein ist, während man in Europa eher glaubte, dass das Blut die Seele beinhaltet.

Das Blut aus dem Körper in einem Reinigungsritual zu entfernen war bereits im alten Ägypten bei der Vorbereitung zur Mumifizierung und anderen Bestattungen der Mittelschicht bekannt. Die Messer, die damals für die Tierschlachtung eingesetzt wurden, sind später sehr modern geworden und haben mit der ursprünglichen Sichelform kaum noch etwas zu tun.

Der Prozess der Schlachtung, ob Koscher oder Halal, beabsichtigt das komplette Ausbluten des Tieres, was an sich kaum physisch möglich ist. Jedoch wusste man zu jener Zeit nicht, dass Blut nicht nur in den sichtbaren Adern fließt, sondern auch unsichtbar im Gewebe vorhanden ist. Kapillaren waren zur Zeit der Verfassung solcher Religionstexte nicht bekannt, da eine mikroskopische Sicht auf Muskeln und deren Gefäße nicht möglich war. So basieren alle Aussagen und Forderungen der Geistlichen zum Thema Ausbluten bei Schlachtungen nur auf der Naivität des Verfassers der Texte.

Das erste Problem, was wir hier identifizieren, ist eine nicht erfüllbare Forderung einer Religion, eigentlich wegen mangelnder Bildung.

Als Gastarbeiter in den früheren 60er nach Europa kamen, war das Thema Halal eigentlich nicht relevant und trotzdem lebten und gedeihten alle gut. Was uns mit der Frage konfrontiert, „Muss das sein?“

Jüngere Muslime besuchen täglich Schnell-Imbisse und essen sogar Wurst. Ich zitiere hier einige meiner Mitarbeiter. Viele, die ich kenne, drehen lediglich die Augen und behaupten es sei egal.

Die Tatsache, ob ein Fleischstück Halal ist oder nicht, kann kaum Jemand unterscheiden. Gläubige Käufer, ob Muslime oder Juden können auch nicht den Unterschied am Fleischstück direkt erkennen.

Ich sprach sogar mit einigen Muslimen und Juden, und fragte, wie sicher diese sind, dass ihr Fleisch nach einer besonderen Methode geschlachtet wurde. Die meisten waren sich da einig, dass man es nicht weiß, aber man glaubt es, was das Halal oder Koscher ebenso bedeutend macht, wie das Siegel Bio auf Gemüse und Früchten im Supermarkt.

Nun, es ist eine Frage des Glaubens. Man glaubt, dass Gott sprach und ebenso glaubt man, dass diese Schlachtungsmethode besser sei.

Doch wissen tut es keiner.

Koscher oder Halal

Das jüdische Schächten wie auch der Halal erfolgt ohne vorherige Betäubung des Tieres. Nach jüdischer Auffassung wird das Tier durch die Betäubung verletzt und so das Fleisch zum Verzehr unbrauchbar. Der Islam folgt auch dieser Ansicht, aber legt gewisse Details anders aus.

Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes (Schächturteil) werden auch muslimischen Metzgern Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen Schächten erteilt, sofern das Fleisch des getöteten Tieres von Personen verzehrt wird, denen zwingende religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere verbieten.

Da stellt man sich die Frage, wie sieht es mit der Gleichberechtigung am Arbeitsplatz aus. Unter solchen Voraussetzungen werden die auf den deutschen Markt ausgebildeten männlichen Metzger sowie Frauen insgesamt bei eine Bewerbung benachteiligt.

Ob das Fleisch eines durch Elektroschock betäubten Tieres als Halal gelten kann, ist unter Sunniten umstritten. Unter Alewiten wird das Halal-Gebot basierend auf einer mündlichen Tradition anders als bei den Sunniten ausgelegt. Rituell erfolgt bei den Alewiten die Schächtung ohne Betäubung.

Wie man sieht, ist der Islam so vielfältig, dass man kaum ein für alle geltendes Halal anbieten kann.

Juden sind in dieser Hinsicht organisierter und geringer in der Anzahl. Daher ist die Koscher Variante theoretisch einfacher zu definieren, aber immer noch ein Relikt aus dem Altertum.

Das Schächten wird seit Langem von vielen Tierschutz Organisationen abgelehnt. Bereits in einigen europäischen Ländern (wie zum Beispiel Niederlande und Dänemark) hat man sich auch für ein Verbot entschieden.

Während die von Religionsvertretern genannten hygienischen und gesundheitlichen Gründe bisher nicht wirklich wissenschaftlich belegbar sind, sind die Tierschutzargumente nicht von der Hand zu weisen.

Koscher und Halal Schlachtungsmethoden unterscheiden sich kaum und bis auf einige unwesentliche Details sieht alles für Außenstehende anderen Glaubens gleich aus.

Einerseits akzeptieren Juden gemäß einiger Quellen Halal wegen Methodenabweichungen nicht, andererseits wird Koscher von Muslimen aufgrund Anti-Semitischer Ansichten abgelehnt.

Was uns als neutrale Gesellschaft die schwierige Moderationsaufgabe überlässt. 

Die Tiere werden bei diesen beiden Schlachtungsmethoden nicht betäubt und sterben in qualvoller Form, was uns unmöglich erlaubt, für die Tiere unparteiisch zu bleiben.

Zu den Stimmen, die sich aus Tierschutzgründen gegen das Schächten aussprechen, gehören auch jene, die in der Zunahme von Halal Produkten einen Beleg für eine schleichende Islamisierung sehen (wobei hier ausgeblendet wird, dass es auch Menschen jüdischen Glaubens gibt, die geschächtetes Fleisch kaufen). Die Gegner argumentieren, dass hier grundlegende Regeln eines Staates wie der Tierschutz, der erst erstritten werden musste, einfach ausgehöhlt bzw. ad absurdum geführt wird, was mit religiösen Traditionen begründet wird. Diese Traditionen, so die Kritiker, sind jedoch alt bzw. umstritten – und wie andere religiöse Traditionen könnten sie auch entweder völlig gestrichen oder aber an die geltende Gesellschaftsordnung angepasst werden.

Doch diese durchaus berechtigten Fragen bzw. Anregungen werden oft bereits im Vorfeld mit dem Scheinargument „Religionsfeindlichkeit“ bzw. „Antiislamismus“ oder „Antisemitismus“ aus der Diskussion ausgeblendet.

Seit 2013 beobachte ich in den Sozialmedien die steigenden Diskussionen über dieses Thema. Zum Teil wird man als Rechtsradikaler beschimpft, wenn man auf die Leiden der Tiere hinweist. Wenn man behauptet, dass Opferungsfeste oder ähnliche Rituale verboten gehören, kann man sogar eine Morddrohung ernten. Die Drohungen gegen mich habe ich an die Polizei weiter geleitet.

Die vortragenden Menschen, die sich für eine Trennung von Glauben und Gesellschaft einsetzen, werden automatisch mit einem Stigma versehen, das nur vermieden bzw. wieder abgewendet werden kann, indem sie schweigen.

So viel zur Meinungsfreiheit.

Dies ist letztendlich ein kontraproduktives Verhalten der Gläubigen, das sich nicht einfach negieren lässt. Religiöse Traditionen können sich auch ändern und Schächten ist nun einmal eine Ausnahme vom Tierschutzgesetz (weshalb hier die Tradition über den Tierschutz gestellt wurde).

Auf den Hund gekommen

Nun kommen wir zur Betrachtung der Haustiere in der Gesellschaft und den Religionsgemeinschaften.

Viele Völker haben in der Evolution unsere Zivilisation gelernt, in den Haustieren eine erweiterte Familie zu erkennen. Dabei besteht auch die Frage zur Harmonie zwischen uns und unserer Umwelt.

Hier möchte ich kurz anmerken, dass die mangelhafte Bildung und das fehlende Bewusstsein zur Umwelt, mit dem wir unsere Kinder erziehen, uns zu Ungleichgewicht mit der Natur treiben.

Betrachten wir zum Beispiel unsere Tablett oder Computer Spiele. Dort sehen wir, dass ein erfolgreicher Bürgermeister in Bausimulationen alle Natur und Tiere um sich herum zerstört und für diese Umweltsünde wird er oder sie dann auch noch belohnt.

Ziemlich krank nicht wahr?

In manchen Bereichen Spaniens, wo der Muslimische Bevölkerungsanteil in den letzten Jahren stark gestiegen ist, versuchen muslimische Stadträte sogar die Haltung von Haustieren in privaten Häusern zu verbieten. Ungeachtet der Religionszugehörigkeit der Hausbesitzer. Offensichtlich ist hier auch ein Integrationsmangel mit der Folge einer unvollständigen Bildung festzustellen.

Ich untersuchte dieses Phänomen und versuchte vor allem Klarheit zu schaffen, was Religionsausübung bedeutet und wo eine Religion zu einer gefährlichen Ideologie in der Gesellschaft wird.

Ich fand einige Texte aus anderen Quellen.

Zur Unreinheit des Speichels des Hundes nach dem Islam

Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) gesagt hat:

„Wenn ein Hund mit seinem Maul oder seiner Zunge in das Gefäß von einem von euch eingetaucht ist, dann besteht die Reinigung des Gefäßes darin, dass er es sieben Mal wäscht, das erste dieser sieben Male dabei mit Erde.“ (Hadith sahih bei Muslim)

In einer Überlieferung bei At-Tirmidhi heißt es: „…das letzte oder erste dieser sieben Male…“

Mit solchen Empfehlungen, wäre ein goldener Pokal für den Verfasser des Textes für Haushaltsempfehlungen kaum möglich, vor allem im sauber reinen Deutschland, nicht wahr?

Aber, was konnte man im XI Jh. besser empfehlen?

Was ein Hund mit der Schnauze berührt, muss sieben Mal ausgewaschen werden, einmal davon (nach gewichtigerem Dafürhalten: beim ersten Mal) mit Erde.

In neueren Fassungen wird von Waschmittel gesprochen, weil keiner zugeben will, dass diese Texte aus einer Zeit stammen, wo nicht mal Waschseife gab. Gläubige benutzen jetzt auch Waschmittel, so ist eine Modernisierung doch möglich.

Daher wird auf die Unreinheit des Speichels des Hundes geschlossen, wobei einzelne Gelehrte meinen, dass das Gebot des Auswaschens nur mit der Berührung der Schnauze und Zunge des Hundes mit unreinen Dingen zusammenhängt.

Ob der Hund an sich unrein (arab. nadschis) ist, ist unter den Gelehrten strittig, wird aber von der Mehrheit der Muslime befürwortet.

Einige Fundamentalisten behaupten manchmal, allergisch gegen Hunde zu sein. Dies führt nicht selten zu Konflikten. Als Beispiel zitiere ich eine Kundin meines Ladens, die verlangte, dass mein Hund nicht im Laden sein sollte, wenn sie zum Einkaufen kam. Dies führte mich leider dazu sie aufzufordern, woanders einzukaufen, was auch viel zur Integrationswilligkeit der Dame aussagt.

Per Analogie wird mitunter von der Unreinheit des Speichels auf die Unreinheit des Schweißes und damit des Körpers des Tieres geschlossen.

Die Verfechter dieser Thesen scheinen auch nicht zu wissen, dass Menschen mehr Krankheiten auf der nackten Haut tragen, als Hunde überhaupt haben könnten. Die Unwissenheit der Religionen wird auch durch die beschränkte Vision, dass der Mensch perfekt sei, bestätigt. Hautkrankheiten, Pilze und sonstige bakteriell übertragbaren Krankheiten waren auch zur Verfassungszeit der heiligen Texte nicht bekannt.

Diese Analogie zum Schweiß des Hundes ist auch aus dem Grund unberechtigt, weil der Hund hauptsächlich seinen Körper über das Hecheln, somit über Mund und Zunge, kühlt und nicht über Schweiß am Körper. Wieder Mal, Unwissenheit des Propheten.

Sicher hat der Verfasser nach seiner Wahrnehmung der Welt den Geruch anderer Menschen mit Unreinheit zusammen gereimt, und damals gab es auch nicht überall eine Dusche.

Katholiken haben sich nicht von Haustieren abgewendet, da sie sich den Europäern angepasst haben. Jedoch die Orthodoxen, wie in Griechenland, haben weiterhin wie die anderen Völker aus Nahost eine Abneigung gegen Hunde.

Aber, versuchen Sie mal mit Ihren Hund in eine Kirche (egal welche Glaubensrichtung) zu gehen! Der Besucher wird sofort hinausbegleitet.

Manche Gelehrte, wie Imam Malik, sehen den Hund an sich als reines Tier an, zumal die von einem Jagdhund erlegte Beute trotz Berührung mit seinem Speichel zu essen erlaubt ist.

In Afghanistan zum Beispiel benutzt man viele Jagdhunde. Was die Haltung zum Hund im Islam ziemlich unklar macht.

Hundehaltung nach dem Islam

Als Muslim sollte man keinen Hund im Haus halten, dies aufgrund der folgenden Hadithe: 

  • Ibn Abbas (Allahs Wohlgefallen auf beiden) berichtete: „Ich hörte Abu Talha sagen, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) Folgendes sagte: 

»Die Engel betreten keine Wohnung, in der es einen Hund bzw. ein Bild und / oder eine Skulptur gibt.“ (Hadith sahih bei Buchari, dtsch. Ausg., Nr. 3225) 

Was haben Hunde mit Skulpturen und Bildern zu tun? Wird dann die freie Religionsausübung alle Museen und Pinakotheken schließen?

Dies sollte uns auch in Erinnerung rufen, dass Kunst Teil unserer Wurzeln ist.

  • Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs sagte: 

Wer einen Hund hält, dem werden sich täglich seine (guten) Taten um einen Teil verringern – ausgenommen davon ist der Hund, der zum Zwecke der Landwirtschaft und der Schafshütung gehalten wird.“

Wenn Sie einen Hund im Islam haben wollen, dann kaufen Sie auch dazu ein Schaf.

Diese Forderungen kommen nur seit einigen Jahren und eher von einer kleinen Gruppe von Fundamentalisten, die weniger Integrationswilligkeit besitzen.

Über den Islam wird zwar derzeit viel gesprochen, aber betrachten wir auch den Rest der Einwanderer (wie mich) und der Welt und die Bedeutung von Multikulturell. Dabei sollten wir uns besinnen, dass unsere Gesellschaft nicht nur Bi-kulturell sein darf.

In meinen Reisen nach Asien lernte ich ebenfalls, dass Hindus und Buddhisten auch Ansichten pflegen, die sich nicht mit unseren Ansichten des Tierschutzes oder gar mit den uns übermittelten Sichten einer friedlichen Religion decken. Insbesondere sollte man wissen, dass es keinen einheitlichen Hinduismus gibt. Dies beruht lediglich auf dem mangelhaften Wissen der Engländer zur Kolonialzeit, die über dreißig Religionen in Indien unter dem Begriff Hinduismus zusammenfassten.

Im Buddhismus in Siam glaubt man, dass Menschen mit dunkler Haut sich anstrengen müssen, damit sie dann in einer nächsten Inkarnation weiß geboren werden.

Im Norden Thailands bei Chiang-Mai werden Hunde gegessen. Als ich dies erfuhr, wurde mir erklärt, dass nur Tiere mit schwarzem Fell gegessen werden, da diese von Buddha als Schlachttiere freigegeben wurden.

Ich machte mir die Mühe, noch einen schriftlichen Beweis dafür zu finden, und trotz viel Mühe habe ich nur erfahren, dass dies nur eine durch Islamismus veränderte regionale Interpretation sei, die mit dem ursprünglichen Buddhismus nichts zu tun hat. Jedoch, das was dort existiert ist auch eine Religion und eine Methode, Tiere zur Schlachtung zu selektieren. Wenn wir alles erlauben wollen, sind solche Sichten auch zu berücksichtigen, was das Ganze für unsere Gesellschaft einfach unmöglich gestaltet.

In Asien werden Tiere in allen möglichen Formen brutal geschlachtet und es fehlen keine Vorwände, um diese Grausamkeiten zu begründen. Affenhirne, Haifischflossen oder Baby Enten sind nur einige der Eigenartigkeiten, die ich dort ansehen musste.

Da fragt man sich, wenn wir eine Schlachtungsmethode freigeben, wie viele solcher Methoden müssen wir dann freigegeben, damit die Welt hier ein Haus findet? Und wohin sollen dann die Deutschen, die diese Brutalität nicht aushalten, auswandern?

Eine klare Haltung, die für alle gilt, sollte für die Gesellschaft ausreichen.

Am Ende der 90er Jahre führte ich noch zwei Jahre Untersuchungen über das Verhältnis der Priester und Tiere. Die Buddhistischen Mönche, die wir aus Klöstern kennen, scheinen eine humanere Vision zu pflegen, doch die Gläubigen legen die Lehren nach gut Dünken und Bedarf so aus, dass man am eigenen Verstand zweifelt.

In Europa, USA und Süd-Amerika lassen diese Migranten ihre Schlachtungsmethoden hinter sich und deren Kindern lernen sich, der örtlichen Gesellschaft anzupassen. Das ist Integration.

Latein-Amerika hat aus Afrika noch den Voodoo geerbt.

Es ist nicht erstaunlich, dass Afrikaner im Gegenteil zu den Nahost Gruppen, Blut als wertvoll ansehen.

Die Meinung von Religionen über Tiere oder alles, was nicht auf der Beziehung von Mensch und Gott beruht, sollte mit Rücksicht auf den Gesellschaftsfrieden nicht erlaubt sein.

Als das deutsche Grundgesetz formuliert wurde, stand im Blickfeld der Verfasser nur die christliche Sicht auf diese Beziehung.

Schlachtungen, Haltung zu Haustieren oder andere Sichten der Religionen haben nichts mit der Bestimmung des eigenen Lebens und seiner Beziehung zu Gott zu tun, sondern mit der Haltung des Religionsmenschen zu seiner Macht über andere Wesen.

Wenn wir von unserem Grundgesetz sprechen, sollten wir insbesondere berücksichtigen, dass die Verfasser den Schreck des Religionsfanatismus aus dem Mittelalter in Europa noch nicht vergessen hatten und eine möglichst moderate Religionsausübung verlangten.

Die christliche Religion in unserer Verfassung ist ein weit kleineres Umfeld als es der Islam (insbesondere die Fundamentalisten) beansprucht. Da der Islam nicht nur eine einheitliche Religion ist, sondern auch eine Ideologie, die eine enge Beziehung zur Politik pflegt, wie in vielen muslimisch regierten Ländern, sind Sonderregelungen niemals umfangreich genug und bieten zu viele Konflikte, die unsere Gesellschaft nicht harmonisch verkraften kann.

Jedoch eins bleibt klar und deutlich in der Recherche:

Religionen haben keine Berechtigung, über das Leben von Tieren zu bestimmen. Dies hat in der Beziehung zwischen Menschen und Gott keinen vorrangigen Platz und darüber zu diskutieren, weitet nur das Recht der Religionsausübung auf ein nicht dafür vorgesehenen Feld aus.

Hier sollten wir das Recht der Tiere für sich betrachten.

Fazit:

  • Religionen sind zu vielfältig und eine einheitliche Meinung existiert nicht.
  • Religionen können in Deutschland mehr werden, darum müssen wir unsere moderierende Rolle besonders sorgfältig führen.
  • Religionen sind auf Dogmen und Aberglaube basiert. Fundiertes Wissen ist kaum vorhanden.
  • Religionen dürfen nicht über das Leben von Tieren und andere Lebensstile in der Gesellschaft bestimmen.
  • Religionen dürfen keinen Einfluss auf Berufsfelder haben.
  • Für die Würde der Tiere müssen Halal und Koscher verboten werden.

 

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