The End of Faith: Religion, Terror, and the Future of Reason von Sam Harris

Eine interessante Lektüre mit diskussionswürdigen Ideen! Ich persönlich bin nach dem Lesen der deutschen Ausgabe der Meinung, dass der Autor hätte besser argumentieren können. Einige der beschriebenen Szenarien sind recht unvollständig. Die Ansicht, dass Harris ein besserer Redner als Schriftsteller ist, teile ich mit anderen Lesern.

Ich bitte alle Gläubigen, mir den Ausdruck zu verzeihen, aber die religiöse Paranoia, dass sie ständig denken, dass Gott sie hört, ihre Gedanken lesen kann, oder ihre fantasiereichen Ideen zu einem Leben nach dem Tod sind nicht nachgewiesen ─ und das wird in diesem Buch gut thematisiert. Die Tatsache, dass dieses Problem größer ist, als man es wahrnimmt, ist bekannt und wird von Harris bestens belegt.

Ich habe als Nicht-Amerikaner die Ansichten zu dem Dogma, dass Kritiken an Religionen nicht ausgesprochen werden dürfen, mit besonderem Interesse zur Kenntnis genommen, weil dieses Problem meines Wissens nach überall das gleiche ist.

Es ist eventuell auch ein Problem unseres Zeitgeistes, dass viele ihre Meinung als gegebene Tatsache äußern, obwohl es keine historische Basis dafür gibt. Die beschriebenen Szenarien, die Gedanken zu Terroristen und Atombomben, sind keine Neuigkeit und wir kennen ähnliche verschiedene Einschätzungen auch aus namhaften Zeitungen.

Der Text ist mit etwas Distanz durchaus lesenswert. Insbesondere lege ich den Lesern die Ausführun­gen über Ethik und Folter nahe. Für Gläubige nicht zu empfehlen, da hier die Kritiken an den Religionen sehr gut formuliert sind.

Alles in allem ist das Buch informativ und sehr ehrlich.

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