Rette uns vor Gebeten

Die Not kann Menschen in die Verzweiflung treiben und unheilbare Gesundheitszustände können durch falsche Versprechen entstehen und leider mit unerwünschten Folgen.

Im Künstlerhaus in München finden in diesem Monat einige Lesungen zu Picasso statt. Unter einem Namen, wie dem Künstlerhaus, hatte man bisher nur hochwertige Kunst und Fachvorträge erlebt, aber in der Münchener U-Bahn wird der Stadtbesucher (oder Einwohner) leider eines Besseren belehrt.

Seit mindestens 2008 berichten Aussteiger der Christlichen Wissenschaft, dass diese Organisation ein blindes Vertrauen an Gebeten erfordert, das nicht nachvollziehbar ist. Sie wird sogar mit der Scientology Sekte öfters in der Presse verglichen, welche sich von dieser Sekte zwar distanzieren möchte, aber ähnliche Verfahren anwendet, insbesondere was die Finanzen anbelangt.

Bereits in 1989 berichtete der Spiegel in seiner Ausgabe 44, dass Mitglieder dieser Sekte eine frühere Sterblichkeit aufweisen als andere Bevölkerungsgruppen. Die totale Ablehnung der moderneren Medizin ist nicht nachvollziehbar. Auch der im Zusammenhang existierende Widerstand gegen Impfungen ist nach Meinung von Fachexperten eine Gefahr für die Gesellschaft.

Weiterhin stehen im Zusammenhang mit dem Heilpraktiker Gesetz und dem Unlauteren Wettbewerb Gesetz Paragraph 18 zum Thema Heilungsversprechen einige Versprechungen, die deutlich gegen das Gesetz sind.

Wie und warum ein Künstlerhaus eine solche Sekte für einen Vortrag beherbergt, kann schlicht unter dem Begriff „Geld“ beantwortet werden. In falschen Versprechungen existiert keine Kunst. Kunst steht zwar für neue Visionen, aber nicht für das Bezirzen des Publikums, um deren Taschen besser zu entleeren.

Es ist traurig, dass auf Anfrage das Künstlerhaus sich kaum zu der Veranstaltung äußern konnte und jegliche Verantwortung auf einen „geistigen“ nicht benannten Partner abschob. Nur dank aufmerksamer Institutionen und Leser wurde die Redaktion über diesen Vorfall informiert.

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