Kastration und das mittelalterliches Denken!

Viele Tierärzte behaupten, dass kastrierte Hunde ruhiger sind. Ich muss leider dies zum Teil widersprechen. Die meisten werden träge und bessere Futterverwerter. Dies begründet auch, warum die Hunde dicker nach der Kastration werden. Die Hormone werden nicht nur in die Eierleiter oder in den Hoden produziert, sondern dort werden die Eizellen, die danach Zygoten werden oder Embryos produziert. Die Hormone werden vor allem im Zwischenhirn produziert und gesteuert.

Versteht man das, versteht man den Grund für die Tatsache, dass Weibchen auch nach der Kastration in Perioden für Rüden attraktiver riechen und Männchen auch Kissenbegatung weiter nach dem Eingriff betreiben.
Mir scheint, dass die katholische Vision vom Papst Innocencius VII, dass der Phallus sei, der Sünde uns immer noch verfolgt und darum wollen wir nicht akzeptieren, dass unsere Haustiere erwachsen werden. Es kann auch sein, dass der Verlustangst uns dazu motiviert unser Hund sein ganzes Leben als Baby zu betrachten. In eine solche Vision passt dann Sex nicht. Ich finde mich auch Unbehagen, wenn Weibchen Besitzer behaupten „Das mag sie nicht“, wenn mein Winston sie beschnuppert. Meistens passiert, dass in Anschluss das Weibchen sich wie eine Bordelldame auf den Rücken schmeißt, oder führt der Seitentanz wie eine Profiverführerin vor.
Das mittelalterliche Denken, dass Hunde ohne Eierstockleiter oder Hoden gehorsamer sind, ist ein Mythos, dies dürfte jeder Arzt mit Anstand klar sein. In Gegenteil, falls psychische Störungen auftreten, dann wird der Hund ungehorsamer oder gar aggressiver.
Tatsache ist, diese Operation ist die größte Geldquelle der Ärzte und uns sollte klar sein, welcher Handwerker wurde auf seinen Haupteinnahmen verzichten wollen? Folgeprobleme wie Tumoren, Krebs, Verhaltensstörungen (hat keiner Leser ein Freund, der Transsexueller ist?) oder gar den Tod als Folge der Narkose bleiben unausgesprochen. Beiträge, die ich in meine Recherche gelesen habe, setzten bewusst die Aussage „der Gefahr bei einem gesunden Tier ist minimal …“ brachten mir zur Rage. Damit kann jeder Arzt danach behaupten „Er hat ein Leiden die wir nicht vorher sehen könnten …“, kommt jemand das bekannt vor? Doch hätte man das Problem im Voraus erkennen, wenn man ehrlich im Spiegel geblickt hätte.
Lächerliche Begründungen mit besorgter Miene „Die Hoden sind nach innen gewachsen“ werden sie bei jede zweite Ärztin, die sich eine neue Tasche kaufen will, hören.
Noch lächerliche Argumente, wie in München eine Ärztin sich erlaubte, „Der Penis kann so schwellen, dass er explodiert“ bringen mich dazu zu beteuern, das ist alles nur Humbug.
Hunde in meine Familie wurden nie kastriert. Wir haben immer dafür gesorgt, dass während der stärkeren Phasen sie in passenden Schutz lebten. Wir haben nie unerwünschten Kindern oder Welpen bekommen.
Jedoch darf nicht unausgesprochen bleiben, dass viele Hundebesitzer sich überfordern und so die Gesellschaft auch belasten. Wenn man ohne Erfahrung ein Hund mit mehr als zwanzig Kilo beschafft, sollte man bewusst sein, dass ein so großer Hund auch schwer zu steuern ist und auch nicht auf dem Schoß genommen werden kann. Solche Hunde können dann für Gefahren sorgen, wenn sie läufig oder sexuell motiviert sind. Meine Hunde wurden immer streng erzogen und sie benehmen sich so gut, dass meine Stimme über den natürlichen Instinkt gilt. Dies solltet sich der Hundebesitzer auch im Voraus überlagen, oder sich sogar beraten lassen.
Der Hundebesitzer sollte sich vor allem im Voraus, bevor dieser ein Hund adoptiert, fragen, ob er oder sie sich ein Hund oder ein gestörtes Spielzeug wünscht.
Bedenken wir zu letzte auch, dass Psychiater in den fünfziger Jahren, trotz das so viel vorhandenes Wissen, dachten, dass Frauen mit sexuellen Wünschen lobotomiert sein sollten.
Mein Fazit ist, ich bin gegen Kastration oder Sterilisierung und punkt. Jedoch in Fälle von große oder aggressive Hunde kann dies erforderlich sein, oder einem Maulkorb hilft es auch.
Daher Zweifel in gesunde Massen schadet nie, daher lassen Sie sich gut beraten, bevor Sie die falsche oder richtige entscheiden.


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