Ist qualifizierte Zuwanderung überhaupt möglich?

Seit mindestens 2010 ist das stets als Thema in den Medien, doch die veraltete Asylpolitik und Einwanderungspolitik haben sich trotz mehrfache Hinweise kaum bewegt. Nun, kracht das Boot und die Erste der das Schiff verlassen sind immer die Ratten.

Ursula von der Leyen sprach in 2010, noch als Arbeitsministerin, über den Bedarf an qualifizierte Zuwanderung. Wie sie selbst zugab, es kamen zu wenige Hochschulabsolventen nach Deutschland. Rainer Brüderle versprach die Hürden der Einwanderung, für Hochschulabsolventen zu senken. Dafür hat er zwar keinen Preis bekommen, eher wurde er beim Postilion erwähnt, was für wer nicht kennt, ungefähr wie die Goldene Himbeere der Oscar in der Presse ist. Auf den Hinweis, dass man den Deutsch von Rainer Brüderle nicht verstehen könnte, mir fiel ein Stein vom Herzen. Angeblich sollte ein Jobmonitor von Frau von der Leyen bis Herbst 2011 aufgebaut werden und alle Probleme lösen. Doch diese Wunderwaffe ist in ein schwarzes Loch der Geschichte gefallen und keiner sprach weiter darüber. Von der Leyen machte sich dann auf neue Aufgaben und das Thema Fachkräfte Mangel blieb mutterlos.

Weiter in 2013 im Mai sprach Phillip Rösler, noch als Wirtschaftsminister, dass der Bedarf an Zuwanderer weder abgedeckt noch passend zur Marktbedarf war. Leider dieser sechste Integrationsgipfel im Kanzleramt bescherte uns nur einige Rechnungen für Belegte Brötchen und sonstige Bewirtungen für mehr als Hunderte Gäste, doch auf die Ergebnisse haben wir bisher gewartet. Die großen Parteien haben die kleine verdrängt und angesichts der aktuellen Zustände, hoffe ich, dass man mir zustimmt, haben sie versagt in dieser Politik.

Wie man damals aus den Pressemitteilungen entnehmen könnte, mehr als eine Million Menschen verlegten ihren Wohnsitz aus Portugal, Spanien, Ost-Europa, Griechenland, etc. nach Deutschland.

Haben Sie schon mal versucht, einen deutschen Kurs in der Volksschule zu belegen?

Nur wenige kommen auf den Genuss eines Kurses in der Volksschule und für die Lehrer bleibt kaum Geld übrig. Ich hätte bestimmt einige solche Kurse belegt, aber lange ist die Wartezeit, geringe sind die Leistungen.

Die Zuwanderer aus anderen europäischen Ländern sind qualifizierte ausgebildete Personen, welche wir aus der Vorrat unsere Nachbarn ausgeplündert haben. Arbeitsplätze in Deutschland anzubieten ist zwar schön, aber die Tatsache, dass diese Länder trotz dieses Exports Leistung kaum gewachsen sind, ist auch in den Medien dokumentiert.

Zuwanderung ist kein One-Way Prozess und unser Bedarf abzudecken, in den wir neue Bedürfnisse Woanders erzeugen, scheint nicht den richtigen Weg zu sein. Eventuell sollten wir Unternehmen verlagern oder internationale Projekte fordern, ohne noch mehr Armut in Deutschland zu erzeugen. Es ist ebenfalls in den Medien und Statistiken dokumentiert, dass unsere Mittelschicht nur dahin schwindet.

Alle diese Maßnahmen um mehr Einwanderer zu bekommen haben kaum hoch qualifizierte Einwanderer zu uns gebracht. Eher in niedrigeren Gehaltsstufen sind gekommen, wo der Konkurrenz großer geworden ist. Die gute Gehälter sind auch herunter gebracht worden. Portale für Putzfrauen, Babysitter und Gelegenheitsjobs sind entstanden und dann kam der Mindestlohn mit unrealistischen Vorstellungen. Hier könnten Politiker bereits feststellen, dass die falschen Maßnahmen angewendet wurden.

In dem qualifizierten Segment, zum Beispiel in der IT, haben die Maßnahmen der Politiker uns viele Einwanderer beschert. Doch über die Tatsache, dass die Einkommen der IT-Berater in den letzten Jahren mehr als 70% hinunter stürzten, will keiner gerne darüber sprechen. Wir haben die versprochene Zukunft diese Einwanderer nicht eingehalten und noch schlimmer, haben wir eine ganze Branche kaputt gemacht. Wenn man den Zielen und Maßnahmen des Bundesregierungspapiers liest und diese mit der Realität manche Branchen vergleicht, kann man ein Koller bekommen.

Doch einige Politiker bleiben beim Thema und man kann nur hoffen, dass sie diesmal, die Richtige anhöre bekommen.

Gestern publiziert der Münchener Merkur ein Interview mit FDP Landesvorsitzender Andreas Keck über dieses Thema und der Zukunft der FDP sich äußerte. Wie Herrn Keck gut erkannte und erklärte, der Wohnungsmarkt muss neben der Einwanderungspolitik verändert werden. Es muss Klarheit über welchen Zuwanderer mit welche Voraussetzungen wir unabhängig der Asylpolitik benötigen. Es ist vor allem, die Stabilität der Versprechungen konkret verfolgt werden.

Es scheint auch in den Medien Unklarheit zu herrschen, dass Asylanten keine Einwanderer sind. Was nicht heißt, sie können es nicht werden, doch Einwanderer können ausgesucht werden und nach Bedarf zugelassen werden. Doch Flüchtlinge werden über eine ganz andere Voraussetzung (unter Beachtung des Grundgesetzes) analysiert und Aufenthalt gewährt.

Wie ist Ihre Erfahrung mit der Zuwanderung?

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