IDAHO 2015 – International Day against Homophoby

Manchmal erstaune ich, dass die Geschichtsbücher zeigen, dass alles was wir meinen, Normal oder nicht Normal zu sein, immer wieder widerlegt wird.

Gestern sah ich ein Film über die Erfindung des Vibrators. Zum Teil eine lustige Geschichte, wenn von den dahinter liegenden Leiden absieht.

Das von Männern beherrschte Gesellschaft diktiert ohne Rücksicht auf Logik, Wahrheit oder gar Zweck, was gut sei oder nicht. So sollten Frauen, die Mangel an sexuelle Befriedigung hatten als krank bezeichnet werden. Diese Frauen wurden dann bis 1952 als hysterisch diagnostiziert werden und von Fachärzten zerstückelt werden. Ja! Ich benutze bewusst das Wort Zerstückelung. Es ist kein Ausrutscher in meine Grammatik. Solche Frauen bekamen als Behandlung Lobotomien, Uterus Entfernung oder andere Verstümmelungen in ihre Genitalien.

In meine Adoleszenz war überhaupt das Denken an Geschlechtsverkehr unter Minderjährigen eine Sünde. Wir taten dies auch ohne Erlaubnis der Eltern und auch der Kirche lies uns alle ziemlich kalt.

Frauen dürften nicht vor der Ehe Geschlechtsverkehr haben. So dürfte man nur jungfräulich leben, auf Anweisung von Männern, die in Rom lebten unter ein Zölibat.

Es hat mich immer fasziniert, dass alle diese Verbote eigentlich nur gesellschaftlich akzeptiert waren. Im Hintergrund lief die Sache ganz anders. Sex hat man bereits mit vierzehn Jahren oder sogar früher. Ob dies mit sein bester Kumpel geschah, mit einem Cousin oder eine Cousine, dies variierte vom Fall zu Fall.

Der Einzige, der den durchaus Tag täglichen Sex zwischen die Personen als Sünde bezeichneten, waren Männern, die selbst den Sex (angeblich) aufgegeben haben.

Mir wurde bereits, als ich zwölf Jahre alt wurde, dass Sex weder schmutzig noch abartig sein könnte. Das Scheidungsrecht brachte der Frauen eine neue Freiheit über deren Zukunft und Lebensgestaltung. Frauen dürften in den siebziger auch Sex als Teil des Lebens und die Pille war der Verkaufsboom.

Nun? Wieso stellte die Kirche allen Sex des Lebens als Sünde und gab ihre Schafen die Anweisung darauf zu achten, was andere unter vier Wände trieben?

Wem interessiert das Leben im Paradies, wenn er hier bereits die schlimmste Hölle auf Erden erlebt hat?

Meine Fragen wurden nie beantwortet, jedoch den gefährlichen Einfluss der Kirchen in unseren Gesellschaft und Geschichte, war der Auslöser von Kriegen, Morde, Genoziden und viele andere Verbrechen. Ob der Christus aus Nazareth, der Prophet aus sonst wo oder sogar den friedlichen Buddha, jeder dieser Götter, Sohn eines Gottes oder Stimme Gottes, waren die Begründung für den Hass und Verachtung zwischen Menschen.

Bei so viele negativen Gefühlen, was blieb den so verachteten Teufel noch zu tun? Wenn die guten Götter bereits alle Freude zerstört haben, schein der Teufel ziemlich wenig zu tun.

So habe ich mich entschieden, als ich vierundzwanzig Jahren wurde, mein Coming-out zu durchsetzen und für eine Aufklärung und Frieden zwischen die verschiedenen Menschen. Ich kann der von Göttern nicht erfüllte Versprechung des Friedens nicht erfüllen, aber ich kann dazu beitragen, dass dies zum Teil näher an der Realität rückt.

Ich hoffe, meine Ansätze an diese Überlegung auch meinen Lesern motiviert über die Homophobie nachzudenken und klären, warum Homophobie sinnlos ist.

Ich beantworte gerne Ihre Fragen und Ihre Befürchtungen. Schreiben Sie mich an.

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