Heilpraktiker ist ein Beruf (?) der Kunden sucht

Da locken die VersuchungenAlles Gutes zum 45 Liebe Freundin! Jetzt werde Heilerin und fange eine neue Karriere an. Die meisten Enttäuschungsberichte von Klienten in der Karriereberatung fangen leider ungefähr so an, und ich zeige Ihnen wie diese Maschinerie funktioniert.

Als ich mein achtundvierzigsten Geburtstag feierte wurde ich von der gleiche Welle überholt. Mit ein Unterschied der mir viel geholfen hat. Als Mann ist man eine Rarität in diese Frauenbeherrschte Domäne und so erntet man Bewunderung und Verachtung gleichermaßen. Da ich aus einer härteren Umgebung komme, könnte ich Mobbing, Verdrängung und Neid gut aushalten. Viele stellen sich die Frage, aus welcher Umgebung könnte ich stammen, der so hart miteinander umgeht. Wenn ich beantworte Software, erstaunen viele und sagen „Aber es sind alle gebildete Menschen“. Tja, es stimmt, aber auch gebildete Menschen haben Ellbogen.
Der Heilpraktiker Welt war für mich in meine Aufgabe als Karrieren Coach mit Ambitionen auf Männerberatung eigentlich sehr interessant. Ich belegte Fernstudien und kaufte mir entsprechende Literatur und nach zwei erfolgreich abgeschlossene Lehrgänge war ich überzeugt Seminare belegen zu dürfen.

Dies war bei 2008 und es war nicht einfach. Lichtquellenanalyse, Seelenkonstellationsanalyse, Familienaufstellung nach den Unaussprechbaren (wenn man seinen Namen nennt, bekommt man sofort eine Klage), Typus Analyse nach den Naturelemente und andere wohlwollende ausgedruckte Namen die nichts anderes hinter sich verbargen, als ein oder zwei gescheiterten Selbständige mit esoterischen Hintergrund die auf Lock Tour in Bunte Prospekte bewarben. Ich benötigte mehr als halbes Jahr um zu begreifen die Angebote von sogar fast seriösen Instituten.

Ich bin von Natur aus kein Esoteriker und falls etwas nach den Tod passiert, bin ich sicher, ich kann mit Arbeit mein Unterhalt auch dort weiter selbst beschaffen.

Mein erstes Seminar handelte um das Thema Gesetz und Beruf. Die Seminarleiterin war keine Anwältin, hatte nie ein Prozess beigewohnt und bestätigte mir, dass sie kein Anwalt bei der Gestaltung der Seminarunterlagen benötigte. Später wollte ich mich vergewissern, der Informationen des Seminares und es stellte sich heraus, dass der Material unvollständig und absolut unzureichend war. Meine Beschwerden wurden abgetan(Gelaber von ein Mann, war in den herablassenden Blick der Schulleiterin zu entnehmen).

Nun belegte ich, dann nach Empfehlung eine andere Schule die in alle Münchener U-Bahnen stillvolle Anzeigen platziert hat, ein weiteres Seminar. Der Seminar an sich zu beschreiben wurde bestimmt sehr humorvoll sein. Effektvolle Ansprachen enthielten (wie in Motivationsseminare) „Komm hier vor und zeige Dich“. Nur um ein Vorgeschmack zu liefern, wir hatten nur Wasser, Erde und Feuer als Elemente (die andere scheinen beurlaubt worden zu sein, oder die Lehrerin war in der Rauchpause bei ihr Ausbildung). Da stellte sich eine mittelaltere Frau mit rot gefärbte Haaren und böse Miene vor uns und alle wie Schafe wiederholten wie in Trance „Feuer, Feuer.“. Mein Humorteufel stach mich in den Moment und überlegte, ob noch effektvollere wäre wenn die Frau ein Lüftchen anzünden wurde. So musste ich besessen von ein Lachanfall das Zimmer verlassen und auf eine Belehrung abwarten.

Eine der Teilnehmerinnen sagte als ich zum Seminarraum zum Thema Prüfungsvorbereitung hereinkam, dass sie Männer die Brusthaare die über den Kragenschnitt zu sehen haben fand sie ekelhaft. Ich schwieg, da ich kaum Brusthaare habe und darüber machte ich mir nie Gedanke, aber es wurde mir klar, dass ich mich bedrängt fühlen sollte, was leider für sie nicht klappte. Ich denke, eventuell mein Kommentar, dass wenn um Seelenfrieden so viele Frauen reden mussten, wäre nicht unerklärlich, dass viele Männer sich wünschen, dass kein Leben nach den Tod mehr gibt, könnte eventuell ihr zu nahe gekommen sein.

Sogar, wenn ich mich nur unter besonderer Vorsicht versuchte mich kaum zum Wort zu melden, wurde mir klar, dass die Teilnehmer eigentlich die Klienten der Lehrerin waren. Die Lehrerinnen waren Lehrerinnen. Einige gaben vor eine Praxis zu führen, aber es stellte sich ohne Ausnahme heraus, dass alle nur ein Zimmer im eigenen Haus hatten, die sie von der Steuer absetzten. Bilanzen, Kundenbeschaffung und solche Themen wurden sogar in die vom Arbeitsamt geförderte Ausbildung nicht angesprochen. Ein Institut in Gilching wird auch als Ausbildungsstelle, für ein nicht anerkannten oder gar reglementierte Beruf, bezeichnet. Der Besitzer dieses Vereins (seit wann gibt es, dass ein Verein ein Eigentum ist?) akzeptiert andere Institutionen nicht. Nur wer bei ihm ausgebildet wird, wird von ihn unterstützt und so weigerte er sich Auskunft über die Professionalisierung zu geben.

Bei eine Mailings Aktion, wo ich lediglich ein Email beantwortete (ohne zu merken, dass über 1.000 Adressen im Antwortfeld waren, in mein Programm man sieht nur den ersten Namen und eine Komma, wenn man nicht darauf klickt, dann weiß man wirklich nicht) bat ich um Auskunft über eine Beratungszimmer. Ich bot nichts an und fragte auch nicht nach Werbung. Ich bekam nur böswillige Antworten von erboste Personen (die meine Ansicht nach gerade vom Arbeitsamt zurückkamen) mit Drohungen von aller Sorten. Ich könnte noch rechtzeitig ein Filter setzen um meine Seele eine Ruhe zu gönnen, aber für mich war klar, diese Personen hatten keine Praxis und hatten noch weniger Arbeit genug um sich in so vielfältige Formen zu beschweren, über ein Email der einfach gelöscht werden könnte. Ein der Empfänger war so eine Firma JB Consulting oder irgendetwas die wie ein Whisky klang war der jähzorniger von Allem, der mir sogar eine Abmahnung androhte, sendete mir Monate später seine Werbung für eine Meditationsseminar. Mir fielen die Worte um ein Antwort zu verfassen nicht ein. Ich fand es besser zu ignorieren.

Ich verfolgte das Leben von einige meine Kollegen, sei über Facebook oder andere Medien und stellte fest, dass Acht Jahre danach, keine davon eine laufende Praxis hat. Einige der Lehrerinnen sind heute Angestellte von Versicherungen, Banken und eine hat ein Web-Shop mit Geschenkeartikel, jedoch die meisten sind Nichts geworden, was damals beworben wurde.

Ich machte mir in eine juristische Auseinandersetzung die Mühe die Zertifikate der Schulen in deren Internet-Portale zu überprüfen. Einige wurden vom Ehemann zertifiziert, andere von der Tochter und bei anderen wurde Auskunft über die Zertifizierung verweigert, da keiner sich entsinnen könnte, wofür ein Zertifikat erteilt wurde. Ob alles nur gelogen ist, möchte ich mich von der Aussage enthalten, aber ich empfehle dringend sich besonders im Voraus zu informieren. Egal wie groß und wie wohlwollend diese Schulleiter sind, sie sind nur Jahrmarktgauklern mit ein Dach über den Kopf. Seriosität und Rücksicht kennen diese nicht, es geht wie viele feststellen werden nur ums Geschäft.

Falls Sie sich Gedanke machen, eine Ausbildung in diese Richtung zu machen, schreiben Sie mich an. Ich werde aus Idealismus Ihnen gerne helfen keine Enttäuschungsberichte einem Karrieren Berater vorzulegen.

Ich hoffe, nach den Lesen können Sie ein Beruhigungsglas zu sich nehmen. Hier ist meine Empfehlung:



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