Eine neue Herausforderung für Arbeitgeber ist der Arbeitsvertrag

Was tun Arbeitgeber, um der reibungslosen Arbeit im Betrieb den Kunden zu garantieren, wenn Glauben und Religionen plötzlich alle angebotenen Rahmenbedingungen der Betriebsleistungen infrage stellen?
Eine will ein Kopftuch tragen, der andere muss im Namen Jesus begrüßen. Auch in Bayern, mit der weltbekannten Grußgott reibt an der Religionsfreiheit und an den Regeln des säkularen Lebens. Alle diese und andere Bedingungen können das Ansehen eines Unternehmens extrem schaden. Entstandene Schäden und Folgen davon tragen nur der Unternehmer, und wenn dieser Pleite geht, braucht er oder sie nicht an den Sozialstaat um Hilfe bitten.

Wie kann man eine Firma leiten, wenn plötzlich Religionsgrundsätze gegen eine dringende Arbeitsanweisung sprechen?

In eine solche Situation befand ich mich im Jahr 2005. Ich führte einen Laden, der Tee und Wein verkaufte. Wir hatten eine Weinverkostung Tag zu bewirten vor uns. In diesem Moment sagt ein Mitarbeiter, dass er kein Wein servieren darf, weil er Muslim ist. In viele Familien ist das Servieren Frauensache. Im Sinnen der Gleichberechtigung durfte ich auch nicht die Begründung der Familientradition akzeptieren, oder?

Den Mitarbeiter zu kündigen ist kein großes Problem, da die Rechte des Arbeitgebers gemäß Grundgesetz nach Paragrafen 12 und 14 gesichert sind und nach den § 315 BGB billigem Ermessen sollte alles regeln. Doch das Ersetzen der Mitarbeiter in der letzten Minute kostete damals fast fünfhundert Euro. Weiterhin waren die Kosten für das neu Einstellen und suchen eines Mitarbeiters und klar, das Schulen.

In meinem Fall nahm der frommen Bürger sogar an den Einarbeitungsseminaren teil. Den gesamten Verlust, die sich an diesen Fall gesammelt hat, wurde noch von ein Abfindungsanspruch des Mitarbeiters über das Arbeitsgericht gekrönt. Die gesamten Spesen beliefen bei über drei Tausend Euro, die ich selbst tragen musste, weil einem Mann kein Wein servieren wollte.

Einen weiteren Fall in eine meine Läden ereignete mit ein Jehovazeugen. Er weigerte sich weiter zu arbeiten, weil ihn nicht mitgeteilt wurde bei der Einstellung, dass die Firma ein Homosexueller gehörte. Hier entschieden wir uns für eine einvernehmliche Vertragsaufhebung, aber die Kosten für Ersatz und neu Einstellung blieben mir überlassen.

Seit diesem Vorfall habe ich meine brasilianische Gelassenheit durch ein offensives Verhalten eingetauscht, die mir Probleme wie diese fern hielten. Ich habe inzwischen keinen Läden mehr, aber ich führe weiterhin meinem Personalberatungsbüro. Dort übernehme ich auch Interview von Bewerbern und auch bis zur Einstellung alle Aufgaben, und leider auch die Risiken.

Beim Empfang von Kandidaten überlasse ich meinem Hund Winston, diese zu begrüßen. Bereits da will ich erfahren, ob Grundsätze eine reibungslose Zusammenarbeit hindern könnten. Ein Foto von mir und meinem Gatten auf den Arbeitstisch soll klarstellen, dass das mein Haus ein modernes Familienkonzept führt. Ich lege bereits in dem Vorstellungsgespräch einige Fragen zur Umgang mit andersdenkenden Gruppen und Gemeinschaften klären soll. Mittlerweile setze ich auch an dem Arbeitsvertrag den Hinweis, zu entstandene Schäden durch Arbeitsverweigerungen sogar wegen persönlicher Überzeugungen muss der Mitarbeiter Verantwortung tragen.

Sicher darf man ein Bewerber nicht nach seiner Religion oder politische Überzeugung Ausschließen der Bewerbung, aber es liegt im Sinnen des reibungslosen Betriebes, die Voraussetzungen genauer zu klären. Dies auch im Sinnen der andere Mitarbeiter, da solche Risiken können sogar allen Arbeitsplätzen in ein Unternehmen gefährden.

Wie gehen Sie als Arbeitgeber damit um?

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