Die vorprogrammierte Zerstörung unserer Zivilisation

Wenn man sich mit der Geschichte der menschlichen Zivilisation befasst, kommt man zu dem Schluss, dass wir den Zenit unserer Entwicklung bereits hinter uns gelassen haben. Doch haben wir nichts davon gelernt, und dies kann das Ende bedeuten.

Apokalyptische Nachrichten sind nichts Neues. Die Medien haben den Sensationalismus bereits so oft angewendet, dass sie sich heutzutage kaum überbieten können. Die Aufmerksamkeit der Leser ist strapaziert und ermüdet. Nur leichte Kost und minderwertige Nachrichten können sich verbreiten. Jedoch einige wissenschaftliche Erklärungen, die leicht zu verstehen sind, finden in den Medien kaum Platz, weil andere „sehenswerte“ Themen Vorrang bekommen. Wie zum Beispiel „Kätzchen trinkt Wasser aus einem Wasserhahn“ oder „Jason Steants zeigt seinen blanken Hintern im Fernsehen“. Der Fakt, dass Katzen das Gleiche und viel mehr tun können, geht den meisten nicht in den Kopf und dass Jason Steants nicht existiert und das Foto ein Produkt von Fotobearbeitungssoftware ist, wird auch nicht wahrgenommen.

So betrachtet dienen die Medien nicht mehr ihrem eigentlichen Zweck und ringen ungeachtet der Konsequenzen um immer mehr Werbeeinblendungen und Einschaltquoten.

Anfang der sechziger Jahre (klar – des zwanzigsten Jahrhunderts) betrug der Durchmesser unseres Planeten ca. 12.500 Kilometer. Wir rechneten damals mit ca. 2,5 Milliarden Erdbewohnern und die Sauerstoffmenge reichte für unser Ökosystem. Das Essen hatte qualitatives Niveau und geringere, kaum messbare chemische Anteile. Wir atmen circa 10.000 Liter Luft am Tag.

Fünfzig Jahre später ist die Weltbevölkerung um mehr als das Doppelte angewachsen. Der Planet hat den gleichen Durchmesser, die Bevölkerung zählt bereits über sieben Milliarden Menschen, aber unser Essen hat einen mehr als zehnmal größeren Chemieanteil, unser Sauerstoff kann sich wegen fehlender Wälder nicht mehr erholen. Die Wälder wurden größtenteils ersatzlos zerstört.

Die Gelehrten der sechziger Jahre waren der Ansicht, dass die Bevölkerung wie eine Pyramide wachsen sollte und das Wirtschaftssystem immer mehr und mehr Geld drucken sollte. Das haben wir getan!

Jedoch dieses Modell hatte eine Macke. Die Erde und unsere Ressourcen wachsen nicht wie unsere virtuelle Vorstellung. Wenn Pflanzen und Tiere proportional zum Wachstum der Menschheit Platz machen, haben wir kein Symbiosen-System mehr. Wir werden dann zu Prädatoren, die wie unsere Vorfahren irgendwann zugrunde gehen.

Kindern werden aus religiösen Gründen oder als Beweis der Männlichkeit gezeugt. Rücksicht auf die Zukunft des Kindes wird nur als Weihnachtsvorhabe (oder Ostern oder nach ein Suffnis) ausgesprochen , aber wird das wirklich gelebt? In einer Musterbefragung im Sommer 2014 mit zweiundachtzig Teilnehmerinnen in München habe ich gefragt, ob sie vor der Schwangerschaft eine Familienplanung praktiziert haben. Doch keine der Teilnehmerinnen hatte dies je im Betracht gezogen. Vierundzwanzig davon wussten nicht einmal, dass es so etwas gibt.

Deutschland ist ein Land mit kaum dreihundertsechzigtausend Quadratkilometern Fläche, hat aber bereits über zweihundertdreißig Bewohner pro Quadratkilometer. Um jedoch ein gesundes Ökosystem zu haben, müssten wir etwa sechzigtausend Quadratkilometer Wald anbauen. Und unsere Familienministerin (derzeit Manuela Schwesig) hat das Thema Familienplanung auch nicht in ihrem Programm.

Die Schlussfolgerung , dass Deutschlands Bevölkerung nicht weiterwachsen darf, mag niemand hören, aber die Logik ist unbestreitbar. Die ökologischen Probleme der Überbevölkerung, die bereits aus China bekannt sind, sollten wir vermeiden. Das Bevölkerungswachstum kann, wenn es unkontrolliert bleibt, keine guten Ergebnisse bringen, wie die lateinamerikanischen und karibischen Republiken zeigen. Viele waren in den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts bedeutende Teilnehmer des Welthandels (wie zum Beispiel Cuba) und sind heute nur noch ein Trümmerhaufen voller Elend und Aussichtslosigkeit.

Wir sind verantwortlich für die Zukunft und sollten diese nicht in ein Horrorszenario verwandeln und unsere Kinder verurteilen, dort zu leben. Weniger Quantität und mehr Qualität für das Leben der Bevölkerung scheinen immer mehr zu einem konkreten Thema zu werden und viele Wissenschaftler beschäftigen sich (wieder)  ernsthafter mit dem Dogma Geburtenkontrolle. Hier ist darauf hinzuweisen, dass bereits in der Mitte der 70er der „Club of Rome“ die Bevölkerungsexplosion als die Hauptursache für den drohenden Untergang der Menschheit angeprangert hat.

Wie stehen Sie zum Thema Geburtenkontrolle und Ökosystem?

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