Aquarell oder Kreide? Was ist besser für mich?

Welches Medium ist geeigneter für ein Bild, ist die häufigste Frage, die ich in meinem Blog bekomme. Darum habe ich hier einige Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen den Spaß am Malen erhöhen wird.

Bilder sollten auch von Zeit zu Zeit mal gewechselt werden. Eventuell, weil wir so viele Medien haben und Information im Überfluss, macht nach meiner Erfahrung, weniger Sinn, Bilder über fünf Jahren hinauszuhalten. In meine Wohnung habe ich durch den Verkauf der Bilder meistens einem Wechsel, aber auch Bilder, die sich nicht verkaufen, oder ich nicht verkaufen will, werden umgestellt oder wandern für eine Weile in Keller.

Viele probieren die ersten Schritte in der Malerei mit teurem Öl oder Acryl Farben und schwere Leinwände. Diese sind sehr sperrig und mit mangelnder Erfahrung, können zu sehr teuren Erfahrungen werden.

Die Vorerfahrung mit Aquarell und Kreide hilft bei wichtigen Entscheidungen für die Farben Auswahl und auch für den Umsetzungsplan eines Bildes.

Zum Motiv …

Es gibt Kollegen von mir, die behaupten, dass mit Aquarell nur leichte Blumenbilder zu malen sind, andere Kollegen verstehen Kreide oder Pastell als fast Wischwasserfarbe Mittel. Doch in meine Bilder ist klar zu sehen, dass auch mit Aquarell oder Kreide sehr kräftige Farben vorhanden sind und damit können Sie jegliches Motiv bestens umsetzen.

In meine Seminare verbringe ich mindestens zwei Stunden mit dem Vorzeichnen des Motivs. Ich zeichne und lasse meine Besucher selbst ihre Motive mehrfacher zeichnen. Diese Übung hilft der Form des Hauptobjektes im Kopf besser fixieren.

Auf Zufall ist kein Verlass

Ich besuchte auch Seminare, wo man hörte, mit geistige gesprochener Stimme, kluge Sätze wie Lassen Sie Ihren Geist freien Lauf oder Das Bild wird aus Ihre Gefühle entstehen. Ich bin ja Künstler, doch aus Gefühle und Freilaufe wäre niemals die Sixtinische Kapelle entstanden, ich hoffe, der Leser kann meine Gedanken hier nachvollziehen.

Nach dem mehrfachen Zeichnen, Sagen wir fünf oder sechs Male, mit entsprechenden Varianten, oder verschiedene Proben von Details, weiß man, ob das Motiv gut im Bild verteilt ist.

Ob Kreide oder Aquarell kann man nicht hier entscheiden, da es geht erst darum, die Umsetzung des Bildes zu planen.

Von Hintergrund bis zum Vordergrund arbeiten

In beide (oder in fast alle) Techniken, arbeitet man vom Hintergrund nach vorne. Ich benutze die verschiedenen Zeichnungsentwürfe, um die Farben zu schätzen. Man kann ein Himmel nicht nur blau malen. Der Himmel kann Grün, Rot, Braun oder Gelb sein. Licht ist die Quelle für ihre Entscheidungen.

Der Prozess der Farbenfindung kostet Zeit. In meine Bilder kann es sogar passieren, dass nach der dritten oder vierten Ebene, ich alles wieder von vorne anfange, da ich eine andere Farbevariante vorziehe. Korrekturen sind sowohl in Kreide als auch Aquarell kaum möglich.

Farbeproben und Farbemischungen

Ist das Motiv ausgereift und wurden die Farben geplant, sollten wir dann zu Farbetests überleiten. Hier stelle ich im gleichen Papier, wie das Bild am Ende umgesetzt wird, Farbeverläufe und Muster.

Die Entscheidung über das richtige Papier ist wichtig, da über grobes Muster kann man schwer feingliedrige Details malen. Dies sollte man rechtzeitig überlegen. Auch je nach Säuregehalt oder Mischung kann eine Papierart auch die Farben zu verschiedene Wirkungen führen. Gerade Kontrasten sind gut zuvor zu testen, weil während der Umsetzung sollte man auf Überraschungen verzichten.
Der Teufel liegt im Detail

Feine Details der Lichteffekte können sowohl mit Aquarell als auch mit Kreide erreicht werden, doch feine Äste, Finger, Stiele oder andere feingliedrige Details lassen sich besser mit einem Pinsel auftragen. Die Menge an Details in Vordergrund des Bildes vorkommen, sollten für die Entscheidung, an welche Technik man in einem Bild anwendet, helfen.

Mit Erfahrung kann man in beide Techniken fast alles umsetzen, aber ich gehe in Seminaren von dem pragmatischen Weg aus. Bilder ohne viele Details erlauben sogar eine Kombination beider Techniken. Ich benutze gerne Aquarell im Hintergrund und auf das, dann trockene Muster, arbeite ich mit Kreide fort.

Bilder selbst malen macht Spaß, aber nur wenn das Ergebnis auch gut ist. Man sollte sich selbst kritisch sein.
Kreide oder Pastell kann in zwei verschiedene Härtegrade geben. Die weichere Variante ist gut für große Fläche und der andere für kleine Details.

Wenn Sie diese Empfehlungen folgen, schreiben Sie mich an und zeigen Sie, wie Ihrem Ergebnis geworden ist. Sie können auch in eine meine online Seminare teilnehmen.

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