Kinder machen Spaß, Dreck und viel Arbeit, aber was wäre die Welt ohne Kinder?

Ich untersuchte im Stadteil Untergiesing in München, die vielen Kitas und Waldkindergarten, als interessierten Onkel und einiges freute mich, anderes weniger, aber die Zukunft kann nur besser werden.

Vor einem Jahr, als ich die Untersuchungen für diesen Beitrag startete, wurde ich mit einem vierjährigen Jungen, der im Wald ein offenes Schweizermesser bediente. Wie viele wissen, ich komme aus Sao PAUlo in Süden Brasilien. Zugegeben, dort wer ein Messer, egal welche, in der Hand hält, egal in welches Alter, wird als räuber identifiziert.

Dies trug ich auch der Kita-Leiterin vor.Sie erklärte, dass wenn Eltern dies erlauben, kann sie nichts dagegen tun. Ich musste dies Zähnen knirschend dies hinnehmen. Der Gefahr für Hunde, an deren Kindern oder gar das Kind war niemand (sogar die verantwortliche Stelle der Staat Bayern) von Interesse.

Ich stellte bei einer späteren Begegnung mit einer anderen Kita in München Süden fest, dass alte Systeme aus meiner Schulzeit, wie Montessori, Pestalozzi, etc. veraltert sind und die modernen Methoden finden auch kaum eine nachvollziehbare Dokumentation.

Ich muss zugeben, dass sechs Monate nach dem Anfang, war ich sehr enttäuscht mit Kitas und das Personal allgemein.

Doch, einige unterscheiden sich an Einstellung und Hingabe. Was mich besonders freute.

Ich interviewte ein der Kindergarten, wo ich die positivste Erfahrung gemacht habe und ich hoffe, nach diesem Bericht, wissen einige Väter (und Muttern auch ist klar) worauf sie achten sollten.

Meine erste Frage war über die Sanitäre Anlagen in Waldkindergärten. Dies halte ich (zugegeben eher aus meine brasilianische Herkunft) als wichtig.

Frau Halt von der Naturkindergarten Flaucherfüchse e.V. beantwortete, „Wir haben eine Komposttoilette, die die Erwachsenen, sowie auch die Kinder nutzen, wenn Sie am Bauwagen sind.

Als Nächstes, wollte ich erfahren, wie es zu der Kreativität der Kinder bestellt ist. Als Künstler sehe ich als besonders wichtig, dass in den früheren Jahren ein breites Programm als Anstoß für das Kind geführt wird. „Ein englischer Musiker besucht uns einmal wöchentlich zum Musizieren – die Kinder entwickeln mit ihm teilweise Lieder selber und schnuppern auch etwas in die englische Sprache hinein.
Zudem gibt es saisonbedingte Bastelprojekte, die zumeist sehr naturnah gestaltet werden: die Kinder basteln mit Blättern, Blumen, Zweigen, sammeln im Frühjahr Bärlauch udn stellen zB. Pesto her, sammeln Holunderblüten und kochen zusammen mit den Erziehern Holundersirupn etc., Schnitzen und Bauen Instrumente, Pfeil und Bogen, etc.“

Als Frau Halt berichtete, dass im letzten Jahr ein kleiner Unfall zu melden gab und sonst gar nichts, war ich überzeugt, dass obwohl dieser Arbeit nicht leicht ist, meistert die Flaucherfüchse diese Aufgabe. Ich habe in meine frühere Jugend auf sechs Cousins und Schwestern aufgepasst, und daher ist mir einem so geringen Vorkommnis von Unfällen ein wahres Wunder.

Die Kita bietet eine Eltern-Kind-Freizeit im Jahr, bei der Kinder und Eltern alle gemeinsam für ein Wochenende wegfahren. Flaucherfüchse wie anderen Waldkindergarten ist eine Elterninitiative und je nach Elternschaft bringen sich talentierte Eltern auch gerne gelegentlich ein. Aktuell haben wir einige Musiker, die mit ihrer Band auf allen Kindergartenfesten auftreten oder auch gesondert mit den Kindern musizieren. Noch sind keine gleichgeschlechtliche Eltern in der Gruppe vertreten, aber die Offenheit der Leiterin sichert mir solche Eltern zu motivieren ihre Kindern dort zu bringen. Mir ist bekannt, dass gleichgeschlechtliche Eltern öfters sich von solchen Gruppen kapseln. Fragen Sie auch in der Kita in Ihrer nähe, wie sie mit solchen Sozialgebilden umgehen, da hier auch die Zukunft Ihres Kindes gestaltet wird.

Liebe Eltern, die Bewerbungszeitraum ist vom Anfang Dezember bis Ende Januar, Bewerbungen per eMail – alle Infos dazu finden Interessierte auf www.flaucherfuechse.de.

Falls Ihnen meinem Beitrag gefallen hat, oder Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie mich an. Ich werde weiter an dieses Thema bleiben, da gute versorgte und emotional erfüllten Kindern bedeutet auch eine gute Zukunft mit einer zufriedenen Generation für uns alle.

 

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